Bestand Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 75 - Württembergische Gesandtschaft in München (Bestand)

Bereich "Identifikation"

Signatur

Landesarchiv Baden-Württemberg,
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 75

Titel

Württembergische Gesandtschaft in München (Bestand)

Datum/Laufzeit

  • 1806-1933 (Anlage)

Erschließungsstufe

Bestand

Umfang und Medium

606 Büschel (Bü 1-602)

Bereich "Kontext"

Bestandsgeschichte

Abgebende Stelle

Bereich "Inhalt und innere Ordnung"

Eingrenzung und Inhalt

Geschichte der württembergischen Gesandtschaft in München:

Seit dem Jahre 1742 unterhielt Württemberg von Zeit zu Zeit einen Gesandten am bayerischen Hof in München. Zu einer festen Einrichtigung wurde die Gesandtschaft allerdings erst im Jahre 1804, kurz nach der Erhebung Württembergs zum Kurfürstentum. Im Gegensatz zu den meisten anderen württembergischen Gesandtschaften bestand die Gesandtschaft in München bis 1933 ununterbrochen fort. Seit 1893 war der württembergische Gesandte in München gleichzeitig auch für Karlsruhe und Darmstadt akkreditiert.
Die württembergischen Vertreter in Bayern waren im Einzelnen:
Ferdinand Reinhard von Wallbrunn 1742
Christoph Konrad Abel 1780 - 1790
Albrecht Jakob von Bühler 1792
Ulrich Leberecht von Mandelslohe 1792
Karl Heinrich Ernst Freiherr von Bothmer 1804 - 1807
Friedrich August Freiherr Gremp von Freudenstein 1807, interimistisch
Christian Friedrich Kölle 1807 - 1808
Heinrich Karl Friedrich Levin Graf von Wintzingerode 1808 - 1810
Christoph Ermann Freiherr von Steube zu Schadnitz 1810 - 1815
Friedrich August Freiherr Gremp von Freudenstein 1815 - 1816
Peter Graf von Gallatin 1816 - 1817
Friedrich August Freiherr Gremp von Freudenstein 1817 - 1821
Moritz Joseph Philipp Freiherr von Schmitz-Grollenburg 1821 - 1844
Gottfried Jonathan von Hartmann 1825, interimistisch
Ferdinand Christoph Graf von Degenfeld-Schomburg 1844 - 1868
Oskar Freiherr von Soden 1868 - 1906
Friedrich Rudolf Karl Moser von Filseck 1906 - 1909
Karl Moser von Filseck 1906 - 1918
Die Unterlagen der württembergischen Gesandten in München aus der Zeit vor 1806 werden im Bestand A 74 h verwahrt. Die Gegenüberlieferung des württembergischen Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten betr. die württembergische Gesandtschaft in München befindet sich in Bestand E 50/05.

Aktenvernichtung 1867:

Im März 1867 wurde dem württembergischen Gesandten in München, von Degenfeld, auf seinen Antrag gestattet, gewisse Akten der Gesandtschaft, für die in der Registratur nicht genügend Platz war, zum Zwecke der Einstampfung zu veräußern. Er hat sie dann auf den Rat des Obermünzmeisters von Haidt in dessen Schmelzofen unter Anwesenheit eines zuverlässigen Angestellten der Gesandtschaft verbrennen lassen.
Ein besonderes Verzeichnis der verbannten Akten wurde nicht angefertigt, da Degenfeld sie in dem peinlich genau geführten Aktenverzeichnis der gesandtschaft bezeichnete. Unter den vernichteten Akten befanden sich u. a.:
Politische Berichte 1844 - 1853
Bundesangelegenheiten 1821 - 1856, 1854 - 1866
Eisenbahn, Post und Telegrafen 1836 - 1856
Zollverein 1831 - 1861
Münzwesen und Papiergeld 1837 - 1853
Gesandtschaftliches Personal 1804 - 1856
Württembergische und bayerische königliche Höfe 1850 - 1863
Schweiz 1834 - 1853 (polit.), 1833 - 1851 (Handel)
Privatangelegenheiten 1832 - 1860

Weitere Geschichte des Bestandes, Bearbeiterbericht:

Seit etwa dem Jahr 1870 kam es über das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten immer wieder zur Abgabe nicht mehr benötigter Unterlagen an das württembergische Haus- und Staatsarchiv. Nach dem Ende der Monarchiv und der Auflösung dieses Ministeriums im jahre 1920 wurden die noch verbliebenen Gesandtschaften und Konsulate Württembergs dem Staatsministerium unterstellt. Von dort aus kam es zu weiteren Aktenablieferungen an das Archiv.
Im Sommer 1950 nahm Dr. Max Straub für die Münchner Gesandtschaft eine Trennung der Ministerial- und Gesandtschaftsakten vor und ordnete den Provenienzbestand der Gesandtschaftschaft neu. Zu einer Verpackung des Bestandes kam es im Jahre 1966. Das vergleichsweise gut lesbare handschriftliche Repertorium von Max Straub ist nach wie vor in Gebrauch. Im Zusammenhang mit dem Erschließungsprojekt an den Beständen des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten und der beabsichtigten lückenlosen Erstellung von Online-Findbüchern dieser Beständereihe kam es jedoch zur Retrokonversion des vorliegenden Bestandes, die im Jahre 2005 von Silvia Ebinger durchgeführt wurde. Eine leichte Überarbeitung der Titelaufnahmen erfolgte durch Dr. Albrecht Ernst.
Stuttgart, im April 2007
Johannes Renz

Bewertung, Vernichtung und Terminierung

Zuwächse

Ordnung und Klassifikation

Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart
(Archivtektonik) >> Kabinett, Geheimer Rat, Ministerien 1806-1945 >> Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten >> Gesandtschaften und Konsulate

Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs

Benutzungsbedingungen

Reproduktionsbedingungen

In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache

Schrift in den Unterlagen

Anmerkungen zu Sprache und Schrift

deutsch

Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen

Bereich Sachverwandte Unterlagen

Existenz und Aufbewahrungsort von Originalen

Existenz und Aufbewahrungsort von Kopien

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Beschreibungen

Bereich "Anmerkungen"

Anmerkung

Alternative Identifikatoren/Signaturen

Zugriffspunkte

Zugriffspunkte (Name)

Zugriffspunkte (Genre)

Bereich "Beschreibungskontrolle"

Identifikator "Beschreibung"

labw-1-5432

Archivcode

Benutzte Regeln und/oder Konventionen

Status

Erschließungstiefe

Daten der Bestandsbildung, Überprüfung, Löschung/Kassierung

Sprache(n)

Schrift(en)

Quellen

Anmerkung des Archivars/der Archivarin

Bereich Zugang