Geburt

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      Geburt

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        Geburt

        • UF egg laying
        • UF birth
        • UF giving birth
        • UF Mise au monde
        • UF Naissance au monde
        • UF childbirth
        • UF parturition

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        Geburt

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          Afrikanische Kinder
          ALMW_II._MB_1899_5 · Akt(e) · 1899
          Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle
          • Autor: Von Miss. Säuberlich in Ikutha. Umfang: S. 78-81 * 100-102. Enthält u. a.: - (SW: Geburt; Hautfarbe; Namensgebung; Beschneidung; Schaustellung nach der Geburt mit Opfern und Zauberei; Betreuung der Kinder) - (SW: Pflege; Körperbemalung; Kindersterblichkeit; Brautwerbung; Arbeit der Halbwüchsigen)
          Leipziger Missionswerk
          D 23 - Nachlass Karl Hartenstein (Bestand)
          Landeskirchliches Archiv Stuttgart, D 23 · Bestand · 1918-1977
          Teil von Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Archivtektonik)
          • 1918-1977, Landeskirchliches Archiv Stuttgart, D 23 * description: Bearbeitung - Maxi Sophie Eichhorn Charakter des Bestands - Der Nachlass Karl Hartensteins bildet eine umfangreiche Sammlung seines Schaffens in einer wechselvollen Zeit. - An dem umfangreichen Predigt- und Vortragsmaterial kann sein Wirken als Pfarrer und wissenschaftlicher Arbeiter abgelesen werden, die Unterlagen der Basler Mission geben seine Tätigkeit als Missionsdirektor und leidenschaftlichen Missionsvertreter wider, wie auch das Korrespondenzschriftgut, z.B. mit internationalen Missionsarbeitern, der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) oder Pfarrern der Landeskirche, beweist. Dabei blieb Karl Hartenstein stets offen für alle Anforderungen und bewies sein seelsorgerisches Talent nicht zuletzt in der Kriegszeit in Stuttgart. - Der Bestand liefert eine hervorragende Abbildung eines persönlichen Lebensweges, der durch die Umbrüche des 20. Jahrhunderts geprägt war: Entscheidungen und Wege wurden durch den 1. Weltkrieg, das Dritte Reich sowie die Wiederaufbauzeit in Deutschland geformt, die enge Verbindung zu Basel war ein z.B. positiver Effekt der damaligen Zeit, Hartensteins Weggang und das einhergehende Ende seiner Direktorenzeit zu Beginn des Zweiten Weltkrieges sind eher zwiespältig zu bewerten. - - In seiner Gesamtheit bildet der Bestand ein Abbild der Missionstätigkeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und den vom Zweiten Weltkrieg ausgelösten persönlichen und innerkirchlichen Veränderungen bis hin zum Wiederaufbau der württembergischen Landeskirche sowie der Erneuerung der weltweiten Missionstätigkeit. Biografische Informationen - Karl Wilhelm Hartenstein, geboren am 25. Januar 1894 in Stuttgart - Bad Cannstatt, war der älteste von drei Söhnen der Bankiersfamilie Hartenstein. Seine Kindheit wurde durch eine bürgerlich-evangelische Erziehung geprägt. An das Abitur 1912 schloss sich das übliche Militärjahr an. Während dieser Zeit begann sich Karl Hartenstein intensiver mit seinem Glauben und Religion zu beschäftigen. Dem zunehmenden Wunsch Theologie zu studieren stellten sich seine Eltern nicht entgegen, obwohl Karl Hartenstein für die Übernahme des väterlichen Geschäfts vorgesehen war. Nach einem Jahr an der Tübinger Universität, in dem er sich der Studentenverbindung Nicaria anschloss und auch seine spätere Frau Margarete Umfried kennen lernte, musste Hartenstein 1914 in den Krieg an die Westfront ziehen. Nicht nur die Beförderung zum Offizier während der Kriegszeit und die damit einhergehende Verantwortung für viele Kameraden, auch die Reifung und Festigung seines Glaubens setzten sich maßgeblich durch die Kriegseindrücke fort. Im Frühjahr 1919 konnte Hartenstein sein Studium wieder antreten und übernahm nach seinem Examen 1921 in Calw bei Stuttgart, kurze Zeit später in seiner Heimatgemeinde Bad Cannstatt den unständigen pfarramtlichen Dienst. Schon 1922, nach einem Jahr intensiver Gemeindearbeit, wurde er als Repetent (Lehrtätigkeit) an das Tübinger Stift berufen, wo er sich neben seiner Tätigkeit theologischen Studien, z.B. den Römerbrief-Kommentaren Karl Barths, widmete und seine Promotion verfasste. Mit dem Antritt seiner ersten ständigen Pfarrstelle 1923 in Bad Urach ging auch seine Hochzeit mit Margarete Umfrid einher. Am Fuße der Schwäbischen Alb baute Hartenstein systematisch die Gemeindearbeit aus, so dass nicht nur die Innere Mission, sondern auch die Äußere Mission bald zum erfolgreichen Interesse seiner Gemeinde gehörte. Als man 1926 einen neuen Leiter des Basler Missionswerks suchte, dessen Platz traditionell mit einem deutschen Vertreter besetzt wurde, fiel die Wahl schnell auf den ambitionierten Pastor aus Bad Urach, der das überraschende Angebot nach einer Bedenkzeit auch annimmt. - Als Direktor der Basler Mission, dem größten Missionswerk der damaligen Zeit, warteten bedeutende Aufgaben, wie der Wiederaufbau von Missionsfeldern, die im Ersten Weltkrieg verloren gegangen waren, auf den jüngsten Leiter, der je die Basler Mission anführte. Aber auch für die Aufsicht über die Verwaltung, als federführendes Mitglied bei der Inspektorenkonferenz und im Komitee, sowie als Seelsorger für die Missionare war Karl Hartenstein verantwortlich. Das jährliche Missionsfest, seine Reisen nach Indien und Afrika, die ihm schnell einen guten Ruf in der internationalen Missionstätigkeit einbrachten, waren neben den Geburten seiner drei Söhne (1928: Hermann, 1931: Markus, 1935: Gottfried) die Höhepunkte Hartensteins Basler Zeit. Denn der politische Umschwung in Deutschland, von dem sich Hartenstein erst nach "genauerem Hinschauen" abwandte und sich eindeutig der Bekennenden Kirche anschloss, sollte seine Position schwächen, so dass mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges Hartensteins Zeit in Basel beendet war. - Als Bevollmächtigter der Basler Mission - Deutscher Zweig versuchte er seit 1939 von Stuttgart aus v.a. die Vermögenssicherung des Missionsgesellschaft zu bewerkstelligen, dabei war er allerdings meist vom Austausch mit der Leitung in Basel abgeschnitten. - 1941 reagierte Hartenstein auf die Anfrage des württembergischen Landesbischofs Theophil Wurm als Prälat von Stuttgart tätig zu sein positiv, somit wurde der einstige Missionsdirektor einer der engsten Berater des Landesbischofs Wurm. Durch die Kriegseinwirkungen wurde allerdings nach und nach der kirchliche Alltag zurück gedrängt, bei Luftangriffen wurden Kirchen, Häuser und Behörden zerstört, die Kommunikation schrumpfte auf ein Minimum. - Mit dem Ende des Krieges setzte eine arbeitsreiche Zeit für den Prälaten ein: Hartenstein fungierte als Kontaktmann der Landeskirche zwischen den Besatzungsmächten und den städtischen bzw. staatlichen Behörden, die Rückkehr nach Basel schien verschlossen. 1948 lehnte Karl Hartenstein das Amt des Landesbischofs ab, dafür wurde er Mitglied des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland und nahm an internationalen Missionsveranstaltungen, so 1948 in Amsterdam, teil. Seit seiner Rückkehr 1939 hatte Karl Hartenstein verschiedene gesundheitliche Rückschläge erlitten, 1949 erkrankt er am Herzen und rang mit dem Tod, so dass er einige Ämter freiwillig abtrat. Die kirchlichen Großereignisse im Jahr 1952, die Weltmissionskonferenz in Willingen (Hessen) und der deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart, wurden von Hartenstein noch mitorganisiert und veranstaltet, am 1. Oktober 1952 starb er jedoch überraschend an seinem Herzleiden und wurde auf dem Stuttgarter Waldfriedhof beigesetzt. Geschichte des Bestands - Der Nachlass Karl Hartensteins wurde 1964 dem Landeskirchlichen Archiv übergeben und in die Nachlasssammlung des Archivs als Bestand D 23 eingegliedert. Im Jahr 1976 verzeichnete Albrecht von Stackelberg einen Teil der Akten (Bestellnr.: 176-270) in ausführlicher Art und Weise, wodurch der Bestand jedoch nicht als Einheit zu benutzen war. Im Frühjahr 2005 begann im Rahmen des Abschlusspraktikums der Ausbildung zum gehobenen Archivdienst der Unterzeichnenden die Verzeichnung des unbearbeiteten Teils. Die dabei in das Archivprogramm Faust eingegebenen Einheiten wurden bei diesem Verzeichnungsabschnitt weniger tief verzeichnet als dies beim 1976 fertig gestellten Abschnitt der Fall war. Nach Abschluss der Verzeichnung konnten auch die alten Findbucheinheiten in Faust eingegeben werden, wobei sie teilweise aus Verpackungsgründen geteilt wurden. Die anschließend erstellte Klassifikation spiegelt die verschiedenen Lebensperioden Hartensteins sowie seine vielseitige Tätigkeit wider. Die Überlieferung erstreckt sich von 1926-1954. Der Überlieferungsschwerpunkt liegt auf der Zeit nach 1945. Die enthaltenen Fotos des Nachlasses wurden in die Fotosammlung des Landeskirchlichen Archivs übernommen, das vorhandene Bibliotheksgut an die Landeskirchliche Zentralbibliothek weitergegeben.
          Hartenstein, Karl
          Minister und Ministerialbeamte Lit. A - F
          Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI. HA, Nl Althoff, F. T., Nr. 1051 · Akt(e) · 1880 - 1908, ohne Datum
          Teil von Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Archivtektonik)

          Enthält: - Bartsch, v., Exzellenz, Unterstaatssekretär, Berlin: Meldung seiner Ernennung zum Unterstaatssekretär 23.3.1899, seine Reise nach Paris - Madrid 10.4.1898, Titel "Professor" für Dr. v. Düring 3.7.1900 - Berlepsch, Freiherr Hans Hermann v., Düsseldorf: Teilnahme der Industriellen an der Lösung der sozialen Fragen 11.9.1885, Übersendung der Statuten des "Vereins für Gemeinwohl im Lande Bergen" 21.12.1885 - Berseviczy, Albert v., Staatssekretär, Scheveningen/Niederlande: Danksagung für die ihm zugesandten Empfehlungsschreiben 13.9.1887 - Bitter, v., Exzellenz: Berufung nach Bonn 31.3.1907, Berlin, Übersendung des Entwurfs zum Etat für das meteorologische Institut 23.5.1885, Gratulation für die Ernennung zur "Exzellenz" 7.10.1904 - Bötticher, Karl Heinrich v., Exzellenz, Berlin: Wiederbesetzung der Archivdirektion 2.11.1895, 8.7.1897, Naumburg, Gratulation zum Wilhelmorden 18.11.1906, Empfehlung für v. Borcke zum Kurator von Göttingen o. D., Frau, Magdeburg, Einladung nach Magdeburg 9.6.1899 - Bonitz, Hermann, Unterstaatssekretär, Berlin: Danksagung von Ragaz aus für die Glückwünsche zum 70. Geburtstag 30.7.1884 - Bosse, Minister, Berlin: Bitte um Entschuldigung für seine Abwesenheit beim Komitee (Helmholtzdenkmal) 24.2.1895, Bewerbung von Prof. Liesegang als Chefredakteur der Münchener Allgemeinen Zeitung 6.6.1898 - Brefeld, Minister, Berlin: Einladung zum Mittagessen 2.7.1884 - Bremen, v., Berlin: Meldung zur Ernennung Schwartzskoppfs als Nachfolger von Kügler, sein Austritt 15.3.1901 - Budde, Minister der öffentlichen Arbeiten, Berlin: Einladung zu einem Vortrag, mit Anwesenheit Seiner Majestät 2.2.1903 - Berlepsch, Freiherr v., Minister, Seebach: Empfehlung des Geheimrates Wilhelmi zu einer national ökonomischen Professur 4.7.1897 - Croix, de la, Exzellenz, Berlin: Gratulation, Absage der Einladung zum Diner 16.1.1893 - Csáky, Graf, Exzellenz, (ungarischer Minister für Kultus), Budapest: Übersendung eines Werkes über das ungarische Unterrichtswesen 28.4.1889 - Dernburg, Exzellenz, Grunewald: Einladung zu einer Autofahrt zur Besichtigung der internationalen Luftballon-Wettfahrt 10.10.1906 (fehlt) - Dulheuer, Geheimer Finanzrat, Berlin: Danksagung für das Werk von Lexis "Unterrichtswesen im Deutschen Reich" 20.8.1904 - Dusch, Alexander v., Geheimrat, Ministerium für Justiz, Kultus und Unterricht, Karlsruhe: Übersendung einer Jubelschrift Heidelberg "Acta saecularia" 24.6.1904 - Dombois, Adolf, Erkelenz: Gratulation zum Titel "ordentlicher Professor" 30.12.1880 - Dambach, Exzellenz, Berlin (Post): Ernennung zum "ordentlichen Honorarprofessor" 16.7.1897 - Delbrück, Ludwig, Berlin: Gratulation für die Ernennung zur "Exzellenz" 8.10.1904 - Dittmar, Ministerialdirektor, Darmstadt: Empfehlung für Dr. Horn aus Charlottenburg als Mathematiker für Königsberg 7.11.1896 - Einem, Karl v., (Kriegsminister), Berlin: Empfehlung für die Ernennung des Dr. Dapper aus Kissingen zum Professor 18.10.1905 - Eilsberger, Geheimer Oberregierungsrat, Kultusministerium, Berlin: Danksagung für die Südwestafrika-Medaille 30.3.1908 - Elster, Dr., Geheimer Oberregierungsrat, Kultusministerium, Berlin: Anzeige seiner Ernennung zum Geheimen Oberregierungsrat 2.1.1901, Meldung zum Tod (Selbstmord) seines Sohnes Ernst 10.4.1908 - Ernsthausen, v., Exzellenz, Danzig: Mitteilung über einen Artikel in der Kreuzzeitung zur Gründung der Straßburger Universität 28.2.1883 - Etzdorf, v., Elbing: Danksagung für den Band "landwirtschaftliche Verhandlungen 1990" 23.7.1900 - Eichhorn, v., (Auswärtiges Amt), Berlin: Verschiebung der Konferenz wegen des Orientalischen Seminars 15.6.1896 (fehlt), Aufnahme des jungen Paters in eine hiesige Präparandenanstalt 24.2.1900 (fehlt) - Foerster, Prof. Wilhelm, Geheimrat, Direktor, Sternwarte, Berlin: Gradmessung 29.5.1886, seine Reise nach Neuchâtel 1.6.1886 - Freund, Dr., Geheimer Oberregierungsrat, Ministerium des Innern, Berlin: Mitteilung zur Feier des 70. Geburtstages seines Vaters 18.8.1903 - Friedberg, v., Exzellenz, Berlin: Erziehung der Kinder des Professors v. Savigny 30.3.1890, Einladung zum Mittagessen 3.9.1892 - Falck, v., Geheimer Rat, (Liter. Büro), Berlin: Aufnahme von politischen Nachrichten in die Berliner Correspondenz 11.4.1901, Danksagung für die freundlichen Worte zu seinem Abschied 13.12.1903 - Fleck, F., Geheimer Rat, Minister der öffentlichen Arbeiten: Studienfonds für seinen Sohn 19.4.1899, Präsident der Eisenbahndirektion aus Breslau wegen der Einführung eines neuen Rades an den Eisenbahnwagen 16.10.1882 - Fleischer, Geheimer Rat, Kultusministerium, Berlin: Danksagung für die übersandten Kuchen, Revanche mit Aalen 8.8.1901 (fehlt), Danksagung für den Glückwunsch zur Geburt seiner Tochter 31.12.1902 (fehlt, Gratulation für die Ernennung zur "Exzellenz" 6.10.1904, Einladung zum Dinner 20.6.1908 - Förster, Geheimer Rat, Kultusministerium, Berlin: Zusammenberufung der erweiterten Wissenschaftlichen Deputation 15.9.1902, Artikel im Grenzboten wegen geschlechtlicher Abende bei Studentenverbindungen 19.12.1891.; Aktenmaterial

          Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 157/1 · Bestand · (1442-) 1818-1924 (-1931)
          Teil von Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
          1. Behördengeschichte: Die Adelsmatrikelkommission wurde im Jahre 1818 durch König Wilhelm I. innerhalb des Ministeriums des Innern eingerichtet, um die Einhaltung der Rechte und Pflichten des württembergischen Erbadels zu gewährleisten (1). Aufgabe der Kommission war die Anlegung und Fortführung der Personal- und Realmatrikel sowie der Wählerverzeichnisse für die Erste - und bis 1906 auch Zweite Kammer - des württembergischen Landtags (2). Die Familien hatten zum einen ihren Adelsstand und -rang zu beweisen, was in der Regel durch eine beglaubigte Abschrift des Adelsdiploms erfolgte, zum anderen mussten Änderungen der Familien- oder Besitzverhältnisse gemeldet werden. Im Gegenzug blieb ein Teil der früheren Adelsrechte erhalten. Adelige Besitzungen erhielten je nach Größe die Rechte einer Standesherrschaft oder eines Ritterguts. Dazu verblieben ihnen u. a. auch noch verschiedene grundherrliche Rechte. Nach einer umfangreichen Erneuerung der Adelsmatrikel in den Jahren 1844 und 1845 kam es im Dezember 1849 zur Auflösung der Kommission und zur Abgabe ihrer Akten an das Archiv des Innern. Im Juni 1857 wurde sie unter der Leitung von Regierungsrat Golther jedoch wieder eingesetzt (3).Mit dem Ende der grundherrschaftlichen Verfassung in Württemberg im Zusammenhang mit der Revolution von 1848/49 kam es unter den adeligen Rittergutsbesitzern, die nach der Ablösung der bäuerlichen Abgaben teilweise in Geldnöte gerieten, zu umfangreichen Grundstücksverkäufen, zum einen an befreite Bauern, die in der Landwirtschaft verblieben, zum anderen an den württembergischen Staat, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Bau befestigter Straßen und vor allem der Eisenbahn vorantrieb. Im Gegenzug war es nun aber auch bürgerlichen Personen erlaubt, Rittergüter zu erwerben, die eine Zeitlang durchaus als Prestigeobjekte gesehen werden konnten. Insgesamt überwog aber die Tendenz zur Auflösung (Exmatrikulierung) von Rittergütern.Nach dem Ende der Monarchie wurden die Sonderrechte adeliger Standesherrschaften und Rittergüter endgültig beseitigt. Im Zuge dieser Entwicklung kam es 1924 zur Auflösung der Adelsmatrikelkommission. 2. Bestandsgeschichte: Die Unterlagen der Adelsmatrikelkommission gelangten in zwei Ablieferungen des Ministeriums des Innern in den Jahren 1904 und 1924 (4) an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Die erste Ablieferung wurde im Jahr 1913 in einem archivischen Verzeichnis grob erschlossen, wobei einige Unterlagen der Ritterkantone aus der Zeit vor 1806 entnommen wurden (5). Die ursprünglich 481 Aktenbünde und 170 Bände (Grundbücher) erhielten die Bestandssignatur E 157, später aufgeteilt in E 157/1 (Akten) und E 157/2 (Grundbücher). Die Ablieferung der Kommission von 1904, die insbesondere familienübergreifende Unterlagen und Verzeichnisse beinhaltete, erhielt zwischenzeitlich die Signatur E 157/3, ließ sich aber nicht klar vom übrigen Bestand trennen, so dass E 157/1 und E 157/3 schließlich wieder vereinigt wurden. Das maschinenschriftliche Archivverzeichnis von 1924, das bis zur Bearbeitung des vorliegenden Repertoriums auch im Hauptstaatsarchiv noch als Findmittel im Einsatz war, zeigt die systematische Struktur auf, nach welcher der Bestand im Ministerium des Innern gelagert worden war. Demnach wurden die Unterlagen, die den württembergischen Erbadel insgesamt betrafen, an den Anfang gestellt. Es folgten, jeweils in alphabetischer Reihenfolge, Spezialaktenserien über Adelsfamilien, Standesherrschaften und Rittergüter. Bei den Familienakten des nicht begüterten Erbadels wurde jeweils der Anfangsbuchstabe im Alphabet zu einem Bund zusammen gefasst. Eine eigene Rubrik erhielten auch die exmatrikulierten Rittergüter.Die jeweiligen Aktenrubriken bestehen aus recht gleichförmigen Akten, die jedoch einen stark unterschiedlichen Umfang besitzen. In den Familienakten befinden sich in der Regel Konzepte der Personalmatrikelbögen sowie Informationen über Geburten, Taufen, Eheschließungen und Sterbefälle, vereinzelt auch durch Zeitungsausschnitte dokumentiert. Besonders erwähnenswert sind die für einen Großteil der Familien vorliegenden, z. T. mit hohem künstlerischen Aufwand und Beiwerk ausgestalteten handgefertigten Wappendarstellungen, welche vermutlich als Vorlagen für das beim Kabinettsministerium geführte adelige Wappenbuch dienten (6).Die Akten über Standesherrschaften und Rittergüter enthalten meist Berichte der Oberämter und Kreisregierungen zu Besitz- und sonstigen Veränderungen sowie ausgefüllte Fragebögen für die Erstellung der Realmatrikel oder aber Auszüge aus dem Grundbuch für die exemten Grundstücke. Bei den Rittergutsakten sind des öfteren auch colorierte Lagepläne und / oder ausführliche Beschreibungen vorhanden. 3. Bearbeiterbericht: Um eine gezieltere Recherche im Bestand zu gewährleisten, wurde im Frühjahr 2004 die archivische Erschließung des Bestandes in Angriff genommen. Dabei kam es zur Aufteilung der teilweise nur summarisch aufgelisteten Aktenbünde in Einzelfall- bzw. Sachakten, welche auf Grund der Quadrangulierung vorgenommen wurde. Auch große Aktenbunde ab ca. 10 cm Umfang wurden aufgeteilt. Die Auflistung wichtiger Veränderungen bei den adeligen Familien bzw. Standesherrschaften und Rittergütern erfolgte mit Hilfe von Enthält-Vermerken. Besonderheiten wie Wappenzeichnungen und Grundrisse / Lagepläne wurden in Darin-Vermerken erfasst. Da die handgemalten Wappenzeichnungen zahlreicher Adelsfamilien hervorragend zur Präsentation im Internet prädestiniert erschienen, erfolgte in der Zeit von Oktober bis Dezember 2004 unter Mithilfe der Archivinspektoranwärterinnen und -anwärter Sandy Apelt, Katja Georg, Stefan Spiller und Christina Wolf sowie der Praktikantin Madeleine Schulze deren Digitalisierung. Die Wappen sind im dazu gehörigen Online-Findbuch auf diese Weise direkt einsehbar.Bei der Erstellung der Klassifikation diente die ursprüngliche Anordnung des Bestandes als Grundlage. Um ein konsequenteres Stufenmodell zu erhalten, wurden in der virtuellen Anordnung des Bestandes die Akten zur Personalmatrikel (begüterter und nicht begüterter Erbadel) und zur Realmatrikel (Standesherrschaften, Rittergüter, exmatrikulierte Rittergüter) in jeweils einem Überpunkt zusammengefasst. Ebenfalls neu klassifiziert wurden die Generalakten am Anfang des Findbuchs.Weitere Unterlagen betr. württembergische Adelsangelegenheiten und -familien im 19. und 20. Jahrhundert finden sich u. a. in folgenden Beständen:E 40/33:Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: AdelssachenE 60Königlicher LehenratE 105Verträge Württembergs mit seinen Standesherrn und sonstigen AdligenE 146Ministerium des Innern III, Teil 1E 147Ministerium des Innern III, Teil 2E 151/2Ministerium des Innern, Abteilung II: Rechtssachen, Staatsangehörigkeit, PersonenstandE 156Ministerium des Innern: AdelssachenJ 30/2Sammlung Josef SeligJ 40/8Nachlass Hans JänichenJ 40/63Sammlung v. Seckendorff zur Genealogie adeliger FamilienJ 250Sammlung von Adels- und WappenbriefenJ 270Unterlagen zum Württembergischen Adels- und Wappenbuch von O. v. AlbertiP 10Archiv der Freiherren Varnbüler von und zu Hemmingen (Depositum)P 14Familienunterlagen von Grabiz und de Pers von Saneliseo und Grabiz (Depositum)P 21Familienunterlagen Rolf Freiherr von Brand (Depositum)Auch die Bestände der Gruppe Q 3 (Verbands- und Familienarchive) enthalten zu einem nicht geringen Anteil Unterlagen von württembergischen Adelsfamilien.Die im Auftrag der Kommission erstellten Grundbücher, die auf den eingereichten Realmatrikelbögen basieren (Bestand E 157/2), konnte zeitgleich mit dem vorliegenden Bestand erschlossen werden (7). Das Ablieferungsverzeichnis zu E 157 wurde daher dem Bestand E 61x zugeordnet (8).Die Verzeichnung des Bestandes erfolgte mit Hilfe der Programme MIDOSA 95 und Microsoft Access, die Verpackung der Unterlagen besorgten Elisabeth Mainhardt und Rudolf Bezold. Einige Vorakten (9) aus der Zeit vor 1818 mit einem Umfang von insgesamt 0,2 lfd. m wurden aus Provenienzgründen dem Bestand entnommen und zuständigkeitshalber an das Staatsarchiv Ludwigsburg abgegeben (Az.: 7511.6/2769 und -3711). Der Bestand umfasst nunmehr 882 Aktenbüschel (Bü. 1-180, 180a, 181-881) bzw. 24,2 lfd. Regalmeter. Das Findbuch wurde außerdem durch Konkordanzen sowie einen Orts-, Personen- und Sachindex ergänzt, bietet eine wesentlich verbesserte Erschließungstiefe als bisher und ist als Online-Findmittel auch im Internet verfügbar.Stuttgart, im Dezember 2004Johannes Renz Fußnoten: (1) Die Unterlagen zur Einrichtung der Kommission für die Adelsmatrikel befinden sich in Bestand E 156 Ministerium des Innern: Adelssachen(2) Zu den staatsrechtlichen Verhältnissen des ehemals reichsunmittelbaren Adels vgl. die Vorbemerkung zu Bestand E 156(3) Vgl. E 156 Bü. 2(4) Vgl. Aktenverzeichnis E 157 (alt) S. 28, jetzt: E 61x Bd. 146(5) Vgl. Aktenverzeichnis E 157 (alt) S. 73; Bestände der Ritterkantone: HStAS B 573- B 574, B 579 - B 582, StAL B 575, B 578, B 583 - B 586(6) Vgl. E 156 Bü. 1(7) Vgl. Vorwort zu Bestand E 157/2(8) E 61x Bd. 146(9) Bisher: E 157/1 Bund 10-12 bzw. 475
          Nachrichten aus Ikutha
          ALMW_II._MB_1898_30 · Akt(e) · 1898
          Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle

          Autor: Aus dem Tagebuch der Miss. Hofmann und Säuberlich. Umfang: S. 397-405. Enthält u. a.: - "1. Besuch der schottischen Missionsstation Kibwezi." (SW: wenig Missionstätigkeit; Garten; Jagd) - "2. Einiges aus dem häuslichen Leben der Missionare." (SW: Geburt des Sohnes der Geschwister Säuberlich; Durchreise von Dr. Kolbe; Pachtvertrag) - "3. Dürre und Hungersnot in und um Ikutha." - "4. Die Missionsarbeit unter den hungernden Wakamba." (SW: Probleme durch Hungersnot; Gottesdienstbesuch) - "5. Die ersten Katechumenen in Ikutha." (SW: Schulbesuch; Taufanmeldung; Vorstellung der Taufkandidaten) Darin: Abbildung "Ndzau, Koloboi und Kawalo, drei Schüler in Ikutha."

          Leipziger Missionswerk
          Nachrichten aus Mamba
          ALMW_II._MB_1900_6 · Akt(e) · 1900
          Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle
          • Autor: Von Miss. Althaus. Umfang: S. 90-94 * 123-126. Enthält u. a.: - "1. Kostschülerinnen." (SW: Beschreibung der Schülerinnen; Vielweiberei; Nahrungsmangel) - "2. Die Schulen und Gottesdienste." - "3. Starker Regen, Krankheiten u.s.w." (SW: Erkältungen; Pocken; Massenimpfung durch Dr. Pritzel in Moshi) - "4. Neue Taufbewerber und eine Taufe von fünf Heiden." (SW: Täuflinge; Taufe des ersten weiblichen Wesens) - "5. Die erste Dschagga-Hochzeit in Mamba." (SW: Fortfall der üblichen Hochzeitsbräuche; Trauung; Festschmaus; Lieder mit Harmonium; Haus des Paares) - "6. Allerlei aus der Arbeit auf der Station." (SW: Fortrufen der Miss. Fuchs und von Lany; Andacht und Gottesdienste; Bittsteller um Arbeit oder Aufnahme in Kostschule; Geburt und Taufe des Sohnes Ludwig Althaus)
          Leipziger Missionswerk
          Nachrichten aus Mulango
          ALMW_II._MB_1900_27 · Akt(e) · 1900
          Teil von Franckesche Stiftungen zu Halle

          Autor: Aus Miss. Säuberlichs Tagebüchern. Umfang: S. 450-454. Enthält u. a.: - "1. Viel Regen, aber auch viel Krankheit." - "2. Missionsarbeit." (SW: Unterrichtsplätze - Simbas Platz und Mbakani; Predigten; Stationsschule) - "3. Allerlei aus den Monaten Mai und Juni." (SW: Geburt der Tochter der Säuberlichs; mögliche Wiederkehr der Hungersnot, Hexenverfolgung der Wakamba)

          Leipziger Missionswerk